18+. Vorschauangaben: Bonus, Sterne und Bewertungszahlen sind vom Auftraggeber vorgegeben und nicht unabhängig bestätigt. Maßgeblich sind die aktuellen Bedingungen des Anbieters. Verfügbarkeit und Bedingungen hängen vom Aufenthaltsort ab. Glücksspiel birgt finanzielle Risiken.
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18+ Pflicht
Rahmen 1.000 € im Monat
Autoplay nicht erlaubt
Sperre OASIS
Die Höhe eines Umsatzfaktors sagt für sich genommen gar nichts. Erst zusammen mit dem Basisbetrag, der Beitragstabelle und der Einsatzhöhe entsteht eine Zahl, mit der man arbeiten kann. Alle Werte auf dieser Seite sind frei gewählte Rechengrößen zur Veranschaulichung und stammen von keinem Anbieter.
Die Formel, aus der alles folgt
Jede Umsatzbedingung besteht aus zwei Zahlen und einer Multiplikation. Die erste Zahl ist der Basisbetrag, die zweite der Faktor, und ihr Produkt ist die Summe, die insgesamt gesetzt werden muss. Nicht gewonnen, nicht verloren – gesetzt. Dieser Unterschied ist der Kern der ganzen Sache: Ein Betrag, den man gewinnt und wieder einsetzt, zählt bei der nächsten Drehung erneut mit.
Daraus folgt etwas Beruhigendes und etwas Unangenehmes. Beruhigend: Man braucht nicht die volle Summe als eigenes Geld, weil dasselbe Guthaben mehrfach durch die Zählung läuft. Unangenehm: Jede Umdrehung durch das Spiel kostet statistisch einen Teil des Guthabens, und bei großen Summen frisst dieser Abzug die Prämie auf, lange bevor der Faktor erreicht ist.
Für eine ehrliche Rechnung braucht man deshalb immer zwei Ergebnisse: die zu setzende Summe und die Zeit, die dafür mindestens vergeht. Die zweite Zahl wird fast nie genannt, entscheidet aber häufig darüber, ob eine Frist überhaupt einhaltbar ist.
Erster Fall: Faktor nur auf die Prämie
Angenommen, eine Prämie von 50 Euro trägt einen Faktor von 30, bezogen allein auf die Prämie. Dann ergibt die Multiplikation 1500 Euro, die über Einsätze laufen müssen. Mit dem gesetzlich zulässigen Höchsteinsatz von einem Euro je Drehung sind das 1500 Drehungen.
Jetzt kommt die Taktzeit ins Spiel. Zwischen zwei Drehungen an einem virtuellen Automaten liegen in Deutschland fünf Sekunden, und eine Automatik, die das abkürzt, ist nicht erlaubt. 1500 Drehungen mal fünf Sekunden sind 7500 Sekunden, also rund zwei Stunden und fünf Minuten reine Spielzeit – ohne Pausen, ohne Ablenkung, ohne einen einzigen Blick auf das Handy.
Wer kleiner setzt, zahlt mit Zeit. Bei 50 Cent je Drehung verdoppelt sich die Anzahl auf 3000 und die Mindestdauer auf gut vier Stunden. Bei 20 Cent sind es 7500 Drehungen und mehr als zehn Stunden. Das ist der Grund, warum eine knappe Frist und ein hoher Faktor einander ausschließen.
Rechenbeispiel: Prämie 50 Euro, Faktor 30, Umsatz 1500 Euro
Einsatz je Drehung
Drehungen
Mindestdauer bei 5 Sekunden Takt
1,00 Euro
1500
etwa 2 Stunden 5 Minuten
0,50 Euro
3000
etwa 4 Stunden 10 Minuten
0,20 Euro
7500
etwa 10 Stunden 25 Minuten
0,10 Euro
15000
etwa 20 Stunden 50 Minuten
Zweiter Fall: Faktor auf Prämie und Einzahlung
Dieselbe Prämie, derselbe Faktor, aber eine andere Formulierung in den Bedingungen: gerechnet wird auf Prämie und eigene Einzahlung zusammen. Wer 50 Euro eingezahlt und 50 Euro Prämie erhalten hat, rechnet nun mit einem Basisbetrag von 100 Euro. Dreißig mal hundert sind 3000 Euro Umsatz – der doppelte Aufwand, obwohl die Zahl im Werbetext unverändert bleibt.
Dieselbe Prämie, derselbe Faktor, aber eine andere Formulierung in den Bedingungen: gerechnet wird auf Prämie und…
Im Deutschen erkennt man den Unterschied an wenigen Wörtern. Steht dort Bonusbetrag, gilt der erste Fall. Steht dort Einzahlung und Bonus, Summe aus beiden oder eine ähnliche Doppelnennung, gilt der zweite. Diese Stelle lohnt zwei Minuten Aufmerksamkeit mehr als jede andere Zeile des Textes.
Bei 3000 Euro Umsatz und einem Euro je Drehung stehen 3000 Drehungen und damit über vier Stunden Spielzeit auf dem Zettel. Trägt die Prämie eine Frist von wenigen Tagen, ist das machbar. Trägt sie eine Frist von 24 Stunden, ist sie für die meisten Leute rechnerisch erledigt, bevor sie angefangen haben.
Der Spielbeitrag verschiebt das Ergebnis
Beitragstabellen legen fest, welcher Anteil eines Einsatzes auf den Umsatz angerechnet wird. Virtuelle Automaten stehen dort üblicherweise mit dem vollen Wert. Andere Spielformen zählen nur teilweise, und einige sind vollständig ausgenommen.
Rechnerisch wirkt ein halber Beitrag wie eine Verdopplung des Faktors. Wer 1500 Euro Umsatz zu erfüllen hat und dabei Spiele nutzt, die zur Hälfte angerechnet werden, muss in Wirklichkeit 3000 Euro an Einsätzen aufbringen. Der Faktor im Text bleibt gleich; der Aufwand ändert sich still im Hintergrund.
Die wichtigste Gegenmaßnahme ist langweilig und wirksam: vor der ersten Drehung die Beitragstabelle öffnen und nur in Spielen umsetzen, die voll zählen. Wer zwischendurch wechselt, verliert den Überblick darüber, wie viel vom Umsatz tatsächlich gutgeschrieben wurde.
Voller Beitrag: der eingesetzte Betrag wird eins zu eins gezählt.
Teilbeitrag: nur ein Anteil des Einsatzes wird gutgeschrieben, der Rest verfällt für die Zählung.
Kein Beitrag: der Einsatz bewegt den Fortschritt überhaupt nicht.
Ausschluss: der Einsatz kann je nach Text die ganze Prämie unwirksam machen.
Was der Höchsteinsatz mit der Rechnung macht
Viele Bedingungstexte setzen für die Dauer des Umsatzes eine eigene Einsatzgrenze, die unter der gesetzlichen liegt. Für die Rechnung bedeutet das eine zusätzliche Zeile: nicht die erlaubte Grenze bestimmt das Tempo, sondern die niedrigere der beiden Zahlen.
Nehmen wir an, die Bedingung erlaubt während des Umsatzes höchstens 20 Cent je Drehung, und zu erfüllen sind 1500 Euro. Dann sind 7500 Drehungen nötig, egal wie viel Guthaben vorhanden ist. Das Ergebnis liegt bei über zehn Stunden Spielzeit, und keine Einstellung im Spiel verkürzt diese Spanne.
Vor der Annahme einer Prämie gehört deshalb der Dreisatz in dieser Reihenfolge ans Ziel: Basisbetrag mal Faktor geteilt durch zulässigen Höchsteinsatz ergibt die Anzahl der Drehungen; diese Anzahl mal fünf Sekunden ergibt die Mindestdauer. Passt die Mindestdauer nicht in die Frist, ist die Entscheidung gefallen.
Basisbetrag bestimmen: nur Prämie oder Prämie plus Einzahlung.
Basisbetrag mit dem Faktor multiplizieren und so die Umsatzsumme bilden.
Umsatzsumme durch den Spielbeitrag teilen, falls die gewählten Spiele nicht voll zählen.
Ergebnis durch den zulässigen Höchsteinsatz teilen und die Zahl der Drehungen notieren.
Drehungen mit fünf Sekunden multiplizieren und mit der Frist vergleichen.
Gratisdrehungen rechnen sich anders
Bei Freispielen ist der Basisbetrag nicht die Prämie, sondern meistens der Gewinn, der aus den Drehungen entsteht. Der Faktor greift also auf eine Summe, die vorher niemand kennt. Damit lässt sich der Aufwand vor dem Start nur als Spanne abschätzen, nicht als feste Zahl.
Bei Freispielen ist der Basisbetrag nicht die Prämie, sondern meistens der Gewinn, der aus den Drehungen entsteht.
Eine brauchbare Annäherung geht über den Einsatzwert je Drehung. Zwanzig Drehungen zu zehn Cent setzen zwei Euro um und erzeugen im Mittel einen kleinen Gewinn; derselbe Faktor auf diesen kleinen Gewinn ist schnell erfüllt. Zwanzig Drehungen zu einem Euro erzeugen im Mittel deutlich mehr – und entsprechend mehr Umsatz, den dieser Gewinn mitbringt.
Fast immer gilt zusätzlich eine eigene Frist für den Freispielgewinn, die kürzer ist als die des Bonusguthabens. Wer beide Uhren nicht nebeneinander notiert, verliert eine davon aus dem Blick.
Rechnen Sie bei Freispielen mit dem ungünstigen Fall: hoher Gewinn, hoher Faktor, kurze Frist. Nur wenn diese Kombination noch tragbar ist, ist das Angebot unkritisch.
Wann die Rechnung gegen die Annahme spricht
Es gibt drei Ergebnisse, nach denen man eine Prämie besser liegen lässt. Erstens: Die Mindestdauer übersteigt die Frist. Zweitens: Der nötige Umsatz liegt deutlich über dem, was man in diesem Monat ohnehin spielen würde. Drittens: Die Bedingung begrenzt den auszahlbaren Gewinn so weit, dass selbst ein guter Verlauf kaum etwas übrig lässt.
In allen drei Fällen ist die Prämie keine Zugabe, sondern eine Verpflichtung mit negativem Erwartungswert. Das Ablehnen hat einen angenehmen Nebeneffekt: Ohne offenes Bonusguthaben gilt keine Sondergrenze für den Einsatz, keine Ausschlussliste und keine Frist, und ein Gewinn ist unmittelbar abrufbar.
Sinnvoll ist eine kurze Notiz vor der Annahme: Basisbetrag, Faktor, Beitrag, Höchsteinsatz, Frist. Fünf Zahlen, zwei Minuten Arbeit – und eine Entscheidung, die man hinterher nicht bereut.
Häufige Fragen
Muss ich den Umsatzbetrag wirklich komplett aus eigener Tasche aufbringen?
Nein. Gezählt wird die Summe aller Einsätze, nicht der Verlust. Gewonnenes Guthaben wird erneut gesetzt und zählt dabei wieder mit. Trotzdem verringert der statistische Abzug je Drehung das Guthaben, weshalb große Umsatzsummen oft vorzeitig enden.
Woran sehe ich, ob meine Einzahlung mitgerechnet wird?
An der Bezeichnung des Basisbetrags im Bedingungstext. Wird nur der Bonusbetrag genannt, bleibt die Einzahlung außen vor. Werden Einzahlung und Bonus gemeinsam oder als Summe genannt, verdoppelt sich der Aufwand bei gleichem Faktor.
Warum dauert ein Umsatz so lange, obwohl ich schnell spiele?
Weil das Tempo nicht vom Spieler abhängt. Jede Drehung braucht ihre fünf Sekunden Abstand zur nächsten, und ein automatischer Durchlauf ist nicht zulässig. Die Mindestdauer ergibt sich damit allein aus der Anzahl der nötigen Drehungen.
Was passiert, wenn die Frist abläuft, bevor ich fertig bin?
Das offene Bonusguthaben verfällt, und mit ihm in der Regel der daraus entstandene Gewinn. Eigenes Guthaben bleibt davon unberührt. Eine Verlängerung ist in den Bedingungen meist ausgeschlossen, auch wenn nur ein kleiner Rest fehlte.
Kann ich den Fortschritt irgendwo ablesen?
In den meisten Konten gibt es eine Anzeige mit dem erreichten und dem noch offenen Teil des Umsatzes. Verlassen sollte man sich darauf nur bedingt: Wer zwischen Spielen mit unterschiedlichem Beitrag wechselt, sieht dort eine Zahl, deren Zustandekommen schwer nachzuvollziehen ist.
Ist ein niedriger Faktor immer das bessere Angebot?
Nicht zwangsläufig. Ein niedriger Faktor auf Prämie und Einzahlung kann mehr Arbeit bedeuten als ein höherer Faktor auf die Prämie allein. Dazu kommen Beitragstabelle, Höchsteinsatz und Frist. Vergleichbar werden zwei Angebote erst nach der vollständigen Rechnung.